{"id":2165,"date":"2021-06-16T13:58:03","date_gmt":"2021-06-16T11:58:03","guid":{"rendered":"https:\/\/xn--mobilitts-scouts-1nb.at\/?p=2165"},"modified":"2021-06-16T13:58:05","modified_gmt":"2021-06-16T11:58:05","slug":"superbloecke-find-ich-super-wie-barcelona-platz-und-plaetze-fuer-stadtbewohnerinnen-schafft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/xn--mobilitts-scouts-1nb.at\/?p=2165","title":{"rendered":"Superbl\u00f6cke find ich super! Wie Barcelona Platz und Pl\u00e4tze f\u00fcr Stadtbewohner*innen schafft"},"content":{"rendered":"\n<p>Stra\u00dfenz\u00fcge mit einladendem Mobiliar, f\u00e4rbige Muster die Betonfl\u00e4chen zieren, Gelegenheiten zum Sitzen, Spielen und Flanieren. Eine Gruppe \u00c4lterer &#8211; meist \u2013 Herrschaften, die auf einem in Stein gemetzelten Schachbrett vermeintlich grauen Zellen Vorschub leisten. Kinder, die ihre ersten Versuche auf dem Fahrrad starten oder sich in Ballspielen austoben, Angestellte, die auf einem der attraktiven Sitzm\u00f6glichkeiten ihre Mittagspause in der Sonne genie\u00dfen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Stra\u00dfen, die man in so manchen Stadtteilen Barcelonas findet, waren vor wenigen Jahren noch vorrangig dem individuellen Autoverkehr gewidmet. Nun haben sie sich zu multifunktionalen Freir\u00e4umen verwandelt, welche Platz f\u00fcr soziale Begegnung und Aufenthalt bieten. Statt dem Auto sind hier Stadtbewohner*innen die Protagonisten in der Nutzung des \u00f6ffentlichen (Stra\u00dfen-)Raumes.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Verwandlung der Nutzung des Stra\u00dfenraumes ist dem Konzept der sogenannten \u201e<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.bcnecologia.net\/en\/conceptual-model\/superblocks\" target=\"_blank\">Superbl\u00f6cke<\/a>\u201c (<em>supermanzanas<\/em>) zu verdanken: eine Strategie der Stadt, um \u00f6ffentlichen Freiraum auszudehnen, welcher der dichten Stadt und seinen Bewohner*innen mehr Luft verschaffen soll.\u00a0<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/ajuntament.barcelona.cat\/superilles\/en\/\" target=\"_blank\">Hier<\/a> gibt es ein kurzes Video.<\/p>\n\n\n\n<p>Luft bzw. die starke Luftverschmutzung Barcelonas war und ist ein ausschlaggebender Grund der Stadt, Ma\u00dfnahmen zu ergreifen, welche den Autoverkehr reduzieren und eine Raumverteilung zu Gunsten von Fu\u00dfg\u00e4nger*innen provozieren sollen. Dazu wurden in ausgew\u00e4hlten Stadtteilen sogenannte \u201eSuperbl\u00f6cke\u201c etabliert: Zonen, die mehrere Stra\u00dfenbl\u00f6cke umfassen und im Inneren verkehrsberuhigt und fu\u00dfg\u00e4ngerfreundlich gestaltet sind. Durchzugsverkehr ist nur am Rand eines Superblocks m\u00f6glich. Die innerhalb eines Superblocks verlaufenden Stra\u00dfen k\u00f6nnen nur in Ausnahmef\u00e4llen (Anrainer*innen, Liefer- und Einsatzfahrzeuge) und mit reduzierter Geschwindigkeit befahren werden. Durch diese Reduzierung des fahrenden und ruhenden Autoverkehrs haben Stra\u00dfen und Kreuzungsbereiche einen neuen Charakter erhalten: sie haben sich zu Orten f\u00fcr (konsumfreien) Aufenthalt und soziales Aufeinandertreffen verwandelt.\u00a0\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ich durch solche Stra\u00dfen in Barcelona spaziere, wird mir bewusst, was auf einer Stra\u00dfe eigentlich alles m\u00f6glich ist. Sie ist das verbindende Element in einer Nachbarschaft, das verl\u00e4ngerte Wohnzimmer \u00fcber die eigenen vier W\u00e4nde hinaus. Um dieses Potential einer Stra\u00dfe zu aktivieren, ist es jedoch notwendig, die Stra\u00dfe nicht vorrangig als Verkehrselement, sondern vielmehr als \u00f6ffentlichen Freiraum mit einem breiten Spektrum an Nutzungen zu begreifen.&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stra\u00dfenz\u00fcge mit einladendem Mobiliar, f\u00e4rbige Muster die Betonfl\u00e4chen zieren, Gelegenheiten zum Sitzen, Spielen und Flanieren. Eine Gruppe \u00c4lterer &#8211; meist \u2013 Herrschaften, die auf einem in Stein gemetzelten Schachbrett vermeintlich grauen Zellen Vorschub leisten. 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